Weihnachten im Frost: Erwartet uns Schnee oder bleibt es regnerisch?

Weihnachten steht bevor, und vielerorts stellt sich die Frage: Wird es ein weißes Fest oder bleibt das Wetter trocken? Die Vorhersagen zeigen Kälte, doch Schnee tritt selten auf.
Frostige Temperaturen dominieren das Weihnachtswetter
Der Deutsche Wetterdienst nennt das Weihnachtswetter kalt. Weite Teile Deutschlands erreichen Temperaturen von minus zwei bis minus acht Grad. In einigen Mittelgebirgsregionen sinkt es sogar auf minus zehn Grad. Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien bringt eisige Luft. Dauerfrost prägt viele Orte. Der Sonnenschein am Tag lädt zu winterlichen Spaziergängen ein. Warme Kleidung bleibt wichtig.
Nur wenig Schnee, vor allem im Süden und Osten
Die Kälte trügt: Schnee tritt selten auf. Nur vereinzelt wird etwas Schnee erwartet. Im Süden und in den östlichen Mittelgebirgen kann es an Heiligabend leicht schneien. Die Meteorologin Katja Horneffer vom ZDF sagt, ein kleines Tief bringt etwas Schnee herab. Es werden nur ein bis drei Zentimeter gemessen. Für die meisten Menschen bedeutet das grüne Weihnachten.
Fehlende Feuchtigkeit als Grund für den Schneemangel
Feuchte Luft ist notwendig, damit es ausreichend schneit. Die feuchte Luft kommt meist aus dem Atlantik. Im jetzigen Wettergeschehen zeigt sich diese Feuchtigkeit kaum. In den Westalpen sammelt sich dagegen bis zu zwei Meter Schnee. Wintersportfans freuen sich über den Tiefschnee.
Langfristige Entwicklung: Weiße Weihnachten werden immer seltener
In der Vergangenheit war Schnee an Weihnachten keine Selbstverständlichkeit. Ein Weihnachten gilt als „weiß“, wenn an den drei Festtagen jeweils mindestens ein Zentimeter Schnee liegt. Dieses Ereignis trat in den letzten 100 Jahren nur sechs Mal auf, zuletzt im Jahr 2010. Die Daten zeigen, dass Schnee an Weihnachten seltener wird. In Städten wie München oder Frankfurt liegen schneereiche Weihnachten weit auseinander.
Der Klimawandel spielt dabei eine Rolle. Oft tritt der Schnee erst Ende Januar oder im Februar auf. Der Dezember ist meist nicht der Monat mit den meisten Schneefällen.
Romantische Vorstellungen von weißen Weihnachten stammen vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Damals prägte die kleine Eiszeit die Kunst und Kultur. Noch heute wird verschneitem Wetter eine besondere Symbolik zugeschrieben, auch wenn die Wirklichkeit oft grüne Landschaften zeigt.
Fazit
Das Weihnachtsfest 2025 bringt in Deutschland frostige Temperaturen, doch Schnee bleibt selten. Wer Schnee erwartet, sollte vor allem den Süden und hohe Lagen im Blick behalten. Ansonsten dominiert kaltes Wetter mit viel Dauerfrost, aber ohne dichte Schneedecke. Das Fest bleibt aus wettertechnischer Sicht grün und trocken – ein Trend, der sich wohl auch in den kommenden Jahren fortsetzt.
Echter Tiefschnee findet man aktuell vor allem in den Alpen. Dort begeistert er Wintersportfreunde und verleiht den Bergen ein schönes Winterbild.
Das perfekte Weihnachtswetter? Es ist frostig und klar – dennoch bleibt Schnee dieses Jahr die Ausnahme.
